Team Servicetechnik & -prozesse ist Partner des TÜV NORD

Das Team Servicetechnik & -prozesse (Fakultät Fahrzeugtechnik) ist nun Partner des TÜV NORD und offizieller TÜV-NORD-Prüfstützpunkt

KFZ-Sachverständigenwesen wird im Studienschwerpunkt „Servicetechnik- und prozesse“ (STP) als Pflichtvorlesung mit Praxisteil angeboten. Studenten anderer Studienrichtungen wählen dieses Angebot gerne als Wahlpflichtfach, ist doch der Beruf des Kfz-Sachverständigen ein attraktiver Weg ins Berufsleben.

Die Professoren Stefan Goß und Kai Wundram sowie ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter betreuen viele Studenten im Praxissemester bei den etablierten Prüforganisationen. Die enge Partnerschaft mit dem TÜV NORD wurde nun vertraglich gestärkt, das STP-Team ist damit offizieller Partner des TÜV NORD.

Zudem wurde die hervorragend ausgestattete STP-Werkstatt in der Major-Hirst-Straße, deren Ausrüstung vollständig kalibriert und justiert ist, zum TÜV-NORD-Prüfstützpunkt erhoben. Somit können Sachverständige des TÜV NORD die Haupt- und Abgasuntersuchung in der STP-Werkstatt durchführen. Dies wurde kürzlich vom Sachverständigen Hagen Lehmann, übrigens einem Absolventen der Ostfalia, demonstriert.

Sein Kollege Andre Schröder, ebenfalls ein Ostfalia-Absolvent, arbeitet als Teamleiter in der TÜV-NORD-Prüfstelle in Braunschweig und ist für die Professoren Goß und Wundram der Hauptansprechpartner in Sachen Praxissemesterstellen.

Wie die Zukunft der HU aussehen könnte erlebten Lehmann und Schröder, als sie zum ersten mal mit Augmented Reality ein Fahrzeug begutachteten. So resümierte Hagen Lehmann am Ende: „Ich bin ja ein Freund etablierter Techniken, aber der AR-Ansatz überzeugt mich nach dieser Vorführung als Zukunftstechnologie“.

Fachtagung „Freie Werkstätten und Servicebetriebe“

Die freien Werkstätten stehen vor großen Veränderungen. Die Reparatur und Wartung von modernen Fahrzeugen wird durch Softwarevorgaben der Fahrzeughersteller zunehmend erschwert.

Welche Lösungen den freien Werkstätten zur Verfügung stehen, um handlungs- und arbeitsfähig zu bleiben, wurde von Experten u.a. aus dem Servicebereich, auf der Fachtagung „freie Werkstätten und Servicebetriebe “vorgestellt.

Am 10. Oktober 2020 verfolgten insgesamt 230 Teilnehmer, davon 170 Anwesende vor Ort, im Vogel Convention Center in Würzburg und 60 über den Livestream, die Vorträge und Podiumsdiskussionen.

Prof. Dr.-Ing. Stefan Goß

Prof. Dr.-Ing. Stefan Goß der Fakultät Fahrzeugtechnik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften referierte als Diagnoseexperte auf der Tagung zum Thema „Freier Zugang zur Fahrzeugdiagnose vor dem Hintergrund gesetzlicher Vorschriften und der Aktivitäten der OEMs in Sachen Security Gateway“.

Das Security Gateway, der Schutz der Diagnoseschnittstellen vor unbefugter Benutzung, ist keine boshafte Hürde der Automobilhersteller, sondern ein Schutz vor Hackerangriffen.

Die Verschmelzung zwischen Auto und Software wird zunehmend größer und die modernen Autos werden immer „kommunikationsfreudiger“. Diese Kommunikationsbereitschaft, die sich nicht nur auf den Entertainment- und Infotainmentbereich bezieht, muss geschützt werden.

Dazu Goss: „Ein Fahrzeugzugang muss für Unbefugte definitiv mehr geschützt werden. Aber gleichzeitig muss für Befugte der Zugang möglich sein, damit kein Marktteilnehmer benachteiligt ist. Technisch ist das machbar“.

(Fotos von Stefan Bausewein – Fotograf auf der Fachtagung )

Die 14. Diagnosetagung wird in den Mai 2021 verschoben.

Bedingt durch die aktuelle Situation wird die 14. Tagung „Diagnose in mechatronischen Fahrzeugsystemen“ vom 20.+21.10.2020 auf den 18. und 19. Mai 2021 verschoben.

„Die Themenstellungen werden sich auch 2021 wieder an aktuellen Herausforderungen und neuen Technologien im Bereich Test, Prüfung und Diagnose von E/E-Systemen im Kfz in Verbindung mit der vernetzten Infrastruktur, neuen Assistenzfunktionen sowie den Herausforderungen bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und Standards orientieren“

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.diagnose-tagung.de/

HU/AU aktuell

Gesetzliche Änderungen, verordnet am 2.12.2019 vom Bundesverkehrsministerium (BMVI), sind im April 2020 im Verkehrsdatenblatt erschienen. Dies betrifft auch die Hauptuntersuchung. Der Mangelkatalog sieht zunehmend neben EM (erheblicher Mangel) auch die nächst schärfere Einstufung VM (gefährlicher Mangel) vor. In beiden Fällen gibt es natürlich keine Plakette, aber bei VM gibt es noch einen deutlichen Hinweis im Prüfbericht bzgl. der Sicherheitsgefährdung. Im Gegensatz zu VU (verkehrsunsicher) wird die aktuelle Plakette aber nicht abgekratzt.

Positiv: Entgegen allen Überlegungen gibt es bis auf Weiteres keine Rückdatierung. Somit gilt weiterhin: Der nächste HU-Termin wird bezogen auf den Monat, an dem man seine HU/AU erfolgreich absolviert hat aufgeklebt und nicht bezogen auf den Monat, in dem man die HU/AU hätte durchführen müssen (Beispiel PKW: heute erfolgreiche HU/AU -> nächste HU/AU in genau 2 Jahren und nicht früher).

Verschiebung der 14. Tagung „Diagnose in mechatronischen Fahrzeugsystemen“ 2020 vom 26.+27.05.2020 auf den 20.+21.10.2020

Unser Beitrag, „Elektronische Hauptuntersuchung: Verzicht auf proprietäre Prüfgeräte: ISO20730 und ISO22900 ermöglichen das ePTI-Inspektionsgerät der Zukunft“

Prof. Dr. Stefan Goß, Hochschule Ostfalia, Wolfsburg
Dipl.-Ing. Stefan Widder, Softing Automotive, Haar/Stuttgart
B.-Eng. Tobias Müller, Hochschule Ostfalia, Wolfsburg
B.-Eng. Andre Nolte, Hochschule Ostfalia, Wolfsburg
Dipl.-Ing. Carsten Schnier, Volkswagen AG, Wolfsburg

ist im neuen Tagungsprogramm weiterhin dabei.

Corona

Aus aktuellem Anlass informieren wir unsere Studenten darüber, dass der Präsenzbetrieb an der Ostfalia wegen Corona vorübergehend eingestellt wurde. In dieser Zeit stehen wir Ihnen selbstverständlich weiterhin per Telefon und E-Mail zur Verfügung.

Wir setzen unseren Lehrbetrieb unter Nutzung von Online-Plattformen fort. Nähere Informationen finden unsere Studenten im StudIP.

Bleiben Sie gesund!

Elektronische Hauptuntersuchung: Verzicht auf proprietäre Prüfgeräte: ISO20730 und ISO22900 ermöglichen das ePTI-Inspektionsgerät der Zukunft

Prof. Dr. Stefan Goß, Hochschule Ostfalia, Wolfsburg
Dipl.-Ing. Stefan Widder, Softing Automotive, Haar/Stuttgart
B.-Eng.   Tobias Müller, Hochschule Ostfalia, Wolfsburg
B.-Eng.   Andre Nolte, Hochschule Ostfalia, Wolfsburg
Dipl.-Ing.  Carsten Schnier, Volkswagen AG, Wolfsburg
halten Vortag im Rahmen der 14. Tagung „Diagnose in mechatronischen Fahrzeugsystemen“, 26. und 27. Mai 2020 in Dresden

Tagungsinformationen siehe: https://diagnose-tagung.de

Fernservice und Ferndiagnose

Mit einem Papier aus dem Dezember 2019 haut der VDTÜV mächtig auf die Pauke: Er will die Kompetenz für den Zugang zu Fahrzeugdaten im Rahmen einer kontinuierlichen Überwachung über eine Mobilfunkschnittstelle als eine Art Treuhänder übernehmen und damit dem Konzept der Automobilhersteller entgegenwirken.

Die Auslegung der DSGVO ist dabei bemerkenswert: Zitat (aus dem Positionspapier, das noch nicht einmal eine Seitennummerierung trägt):

Da es sich bei dem Anwendungsszenario PTI ausschließlich um eine hoheitliche Aufgabe handelt, muss die
sonst grundsätzliche Einwilligung des Fahrzeugnutzers für die Datenweitergabe an Dritte in diesem Fall nicht
erfolgen (gem. Art. 6 (1) DSGVO).

POSITIONSPAPIER AUTOMOTIVE TRUSTCENTER: Verkehrssicherheit und Umweltschutz durch Fernzugriff auf Fahrzeugdaten.